Liuto forte in d
(deutsche Barocklaute)
Repertoire: sämtliche Kompositionen für d-moll-Laute von 1630 – ca.1800, einschließlich dreier Lautenkompositionen Johann Sebastian Bachs in Bearbeitungen des 18. Jahrhunderts, Musik des 19.-21. Jahrhunderts, Continuo
13-saitig: A B C D E F G A d f a d‘ f‘
(9 Griffbrettsaiten, 4 Bordunsaiten)
14-saitig: G A B C D E F G A d f a d‘ f‘
(9 Griffbrettsaiten, 5 Bordunsaiten)
- Mensur Griffbrettsaiten 66 cm, Mensur Bordunsaiten 88 cm
- a’ = 440 Hz
- Einzelbesaitung
- starke Griffbrettwölbung
- 19 Festbünde
- Eine Rosette, schlanker Korpus, 11-spänig
Gitarristen, die Weiß, Bach, Reussner, Mouton oder Gaultier in der originalen Stimmung spielen möchten, können sich – da ihre Anschlagsgewohnheiten keiner dramatischen Umstellungen mehr bedürfen – jetzt ebensogut an den in d-moll gestimmten Liuto forte wagen. Sofern sie sich der geringen Mühe unterziehen, das Spielen nach der Tabulatur zu erlernen, werden sie künftig in der Lage sein, Barocklaute (nach Tabulatur) und spanische Gitarre (nach Noten) bzw. „Laute in e” (nach Noten und Tabulatur) nebeneinanderher zu spielen, ohne Konflikte zwischen Langzeitgedächtnis und motorischen Zentren befürchten zu müssen.
Der Übergang von einem Liuto forte in Gitarren- bzw. Tenorlautenstimmung zu einem Liuto forte in d kann durch die anfängliche Benutzung der Stimmung des vierzehnsaitigen Arciliuto in e (siehe dort) wesentlich erleichtert werden.
Liuti forti in d mit double head-Wirbelkasten werden von uns nur auf besonderen Wunsch gebaut, da die Halskonstruktion der Schwanenhalslaute mit zwei geraden Wirbelkästen über deutliche akustische Vorteile gegenüber dieser Konstruktion verfügt. Die Vorteile eines Schwanenhalses liegen hauptsächlich in kräftigeren Mittellagen, einem längeren Sustain der Diskantsaiten sowie eindrucksvolleren Bässen.