Es scheint so, dass Jugendwettbewerbe an allen Orten aus dem Boden sprießen. In diesem Jahr fand Ende April das erste Mal der „Internationale Wettbewerb Carl Maria von Weber für junge Pianisten“ statt. Initiatorin ist die in Belgrad geborene Pianistin Mirjana Rajic, die seit langem schon an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und am Landesgymnasium für Musik der sächsischen Landeshauptstadt unterrichtet. Vor zwei hochkarätig besetzten Jurys sollten sich vom 24. bis 28. April junge Talente in vier Alterskategorien messen lassen. Und natürlich sollte dabei vor allem auch Klavierrepertoire des Namensgebers und ehemaligen Musikdirektors der Stadt Dresden, Carl Maria von Weber, im Fokus stehen. Wir fuhren nach Dresden, um zuzuhören …
Der komplette Artikel zum Download (PDF)
Carsten Dürer, aus PIANONews 4-2019 www.pianonews.de
Erster Internationaler Wettbewerb für junge Pianisten Carl Maria von Weber sorgt für große Resonanz
Wolfram Quellmalz, Neue (musikalische) Blätter, 30.04. 2019
„Mirjana Rajić meistert die exzessiven und extrem schwierigen Läufe nicht nur präzis, sie fächert die Ausdruckpalette sehr fein auf. Das ist große Kunst.“
Sächsische Zeitung, 28.02.2019
Leidenschaftlicher könnte eine Liebeserklärung kaum ausfallen: Die aus Belgrad stammende Pianistin Mirjana Rajić hat auf ihrem Album „Dances“ ein persönliches Programm ihrer Lieblingstänze für Solo-Klavier zusammengestellt.
Mirjana Rajić spielt mit außergewöhnlichem Ausdruck und großer Dynamik. Sie formt die Klänge in bestechender Klarheit zu charaktervollen Aussagen. Ihre Interpretationen wirken dennoch niemals übersteuert, vielmehr verbindet sie kraftvolles Spiel und romantisches Schwelgen in wirkungsvollen Abstufungen zu einem packenden Hörerlebnis. Durchdringend lässt sie etwa die Balkantänze beben, um sie zwischenzeitlich in ruhige, gefühlvolle Farben zu tauchen und arbeitet so den ursprünglichen Charakter der Stücke beinahe plastisch heraus. Franz Liszts „Tarantella“ fügt sich hier wunderbar an. Die lebhafte Dynamik dieses Stücks changiert immer wieder sachte hin zur romantischen Verträumtheit, welche aber nie verzärtelt, sondern stets belebend wirkt.
De Fallas „Danza ritual del Fuego“ in der Bearbeitung für Solo-Klavier wirkt ein wenig verspielter als die vorherigen Stücke, aber nicht minder leidenschaftlich. Falla ist ein stimmungsvoller Höhepunkt dieser Aufnahme, während Ravels „Valses nobles et sentimentales“ wie ein pastellener Tupfer in diesem intensiven Klangfeuerwerk wirken und beinahe als Ruhepol erscheinen.
Robert Schumanns berühmte „Davidsbündlertänze“ vereinen schließlich beides: romantische Seufzer treffen auf kraftvolle Lebendigkeit, in der sich die überwältigende Energie ihre Bahn bricht.
DNN, 16.02,2019