Rauschende Klangkaskaden

„…dem Publikum wird vor allem das Klavierkonzert c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart mit Solistin Mirjana Rajić im Gedächtnis bleiben. Hochdramatisch und intensiv kamen Orchester und Pianistin im ersten Satz daher, sich gegenseitig ergänzend als kongeniale musikalische Partner. Imposant präsentierte Rajić die klangvoll rauschenden Tonkaskaden in der Kadenz – sie steht nicht zu Unrecht auf der Weltbestenliste.

Der zweite Satz zeigte, auf welch hohem Niveau die Musiker mit Liebe und Leidenschaft musizieren können. Leicht, luftig und in federnder Spannung erklang der Abschlusssatz – langer Applaus und Bravorufe.“

Goslarsche Zeitung, 23.02.2010

Serbin enthusiastisch gefeiert

„Wahnsinn“ entfahrt es einem begeisterten Konzertbesucher im nahezu ausverkauften Bürgerhaus. Damit wäre im Grunde schon alles gesagt über das Debüt der Pianistin Mirjana Rajić.
Die junge Serbin stellte ein Programm vor, das unterschiedlichste pianistische Tugenden verlangt. Sie wurde den Erwartungen wie dem Notentext spielend gerecht.
Mit einem beherzten Zugriff auf Schuberts „Drei Stücke“ entstand ein Wechselspiel aus energisch drängenden und lyrischen Passagen. ..Von Marco Tajcević hatten weite Teile des Publikums zuvor wohl noch nie gehört.
„Meine Aufgabe ist es, dieses Stück weiterleben zu lassen“, setzt sich Mirjana Rajić für die Musik ihres Landsmannes ein. Eine schönere Reverenz konnte die Pianistin sich selbst und ihrer Heimat wohl kaum erweisen.
Flirrende Läufe verwiesen auf einen Komponisten, dessen Musik streckenweise dichter bei Debussy lag, als bei den populären „Ungarischen Tänzen“ von Brahms.
Werke und Interpretation beeindruckten durch folkloristisches Raffinement und eine Mischung aus archaischer Wucht, geheimnisvoll anmutender Sinnlichkeit und tänzerischen Schwung.
Der freien Klangästhetik von Debussys „Images“ begegnete Mirjana Rajić mit beeindruckender Kontrolle und feinstem Gespür für Stimmungen und Farbnuancen.
Beneidenswert, wer diesen Werken auf diese Weise Flügel zu verleihen vermag – ohne den rauschenden Pedalnebel, den minder talentierte Pianisten hier erzeugen.
Mirjana Rajić zauberte mit vielen Zwischentönen und einer hochsensiblen Artikulation. Das Altensteiger Publikum dankte es mit atemloser Aufmerksamkeit.
Technisches Virtuosentum und ein Wechselbad der Gefühle und der Ausdrucksformen packten die Hörer. Enthusiastischer Beifall und eine Zugabe: erst nach de Fallas fulminantem, atemberaubendem „Feuertanz“ ließ das Publikum die Pianistin gehen.

Schwarzwälder Bote, 28.01.2009

Jeder Ton ist reine Emotion

„Eine der besten Konzerte in der Reihe der Kammermusikring-Veranstaltungen hat das Streichquartett „Quatuor Ebène“ im Celler Schlosstheater dargeboten. Auch im Zusammenspiel mit der Pianistin Mirjana Rajić lieferten die vier Musiker eine exzellente Vorstellung ab.

… Zu Anton Dvořáks Klavierquintett kam dann noch Pianistin Mirjana Rajić dazu. Schon bei den ersten Tönen staunte man ob ihrer Anschlagskultur und Klangfarbenraffinesse. Aber man durfte sich auch wundern, wie hervorragend es dem Ensemble gelang, rhythmischen Esprit mit einem weiten Atem und größter Leidenschaftlichkeit zu verbinden…

Und schließlich den langsamen Satz aus Beethovens 4.Klavierkonzert als Zugabe. Diesen ersten komponierten Dialog Beethovens mit dem Jenseits spielten die fünf Musiker so berückend, dass man sich den nicht gespielten, eigentlich direkt anschließenden Schlusssatz wunderbar imaginieren konnte. So fand dieses Konzert der Superlative auf dem Heimweg im Kopf seine Fortsetzung.“

Cellesche Zeitung,10.04.2008

Meisterhafte Darbietung

Jan Vogler, der großartige Cellist, konzertierte am Donnerstag zusammen mit seiner Partnerin am Flügel, Mirjana Rajić, im Glashütter Atrium. Sie spielten ein erlesenes Programm mit Werken von Schumann, Beethoven, Tschaikowski, Dvorak, de Falla und anderen.

Es war ein Ereignis, das in dieser Qualität nur ganz selten zu erleben ist. Beide Künstler verstanden es, von der ersten Note an eine Atmosphäre zu schaffen, die das Publikum total in den Bann zog. Atemberaubend war die technische Meisterschaft von Vogler und Rajić wie deren Gestaltungskraft. Bereits bei den Fantasiestücken von Robert Schumann faszinierte der herrlich warme Ton des Cello, die hohe Anschlagskunst der Pianistin und die unglaubliche Virtuosität beider.

Es war ein Abend, der in den Ohren und Herzen der Zuhörer noch lange nachklingen wird. Zwei Zugaben, stehende Ovationen. Und ein Dank an die Leitung der Manufaktur, die uns solche Kostbarkeiten mitzuerleben ermöglicht.

Sächsische Zeitung, 05.04.2008

Rauschender Beifall für Künstler-Duo

Im Sorbischen Museum gastierte der Cellist Jan Vogler und die aus Belgrad stammende Pianistin Mirjana Rajić. Bereits mit Robert Schumanns 1849 entstandenen Fantasiestücken op.73 erspielte sich das wunderbar aufeinander eingestimmte Duo die Sympathie der Gäste.

Gleichsam Ruhe und Stimmungsreichtum zaubernd, sang Voglers Domenico Montagnana „Ex-Hekking“- Cello von 1721 weichen Tones farbenreiche Romantik über melodiösem Pianoteppich. 1808 komponierte Ludwig van Beethoven die A-Dur-Sonate op.69. Als „eine der schönsten auf dem Höhepunkt seiner Karriere entstandenen Sonaten“ angekündigt, erschloss sich mit ungewöhnlich lyrisch weichem Cello- Solobeginn ein Meisterwerk ausgewogener klassischer Musiksprache. Selbstbewusst in des Meisters Sinn, lotet das Duo die Nuancen edler Dichte und Gesanglichkeit aus. Wilde Bogenstriche, hämmernde Pianoakkorde beeindruckten ebenso wie filigranste Fingerartistik.

…So erklangen im zweiten Teil zur Freude der begeisterten Hörer aus nah und fern Originalstücke oder vorzügliche Bearbeitungen wie der romantisch bewegte Nocturne von P.Tschaikowsky ,das gefühlstiefe „Prayer“ von E.Elgar, das salonmusikartige „Salut d’amour“ op.12. Da schmolz das Publikum dahin, und beide Künstler übertrafen sich im tänzerisch tänzelnden und brillant perlenden Dvorak-Rondo mit unbeschreiblicher Gestaltungsfreude. Bravo kamen auf. Beifallsrausch tobte und führte zu wunderbaren Zugaben.

Sächsische Zeitung, 23.01.2008